Besuch des Papstes Benedikt XVI. in der Tschechischen Republik - Praha - Brno - Stará BoleslavBesuch des Papstes Benedikt XVI. in der Tschechischen Republik - Praha - Brno - Stará Boleslav

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Kirchen in Stará Boleslav

St. Wenzelsbasilika

Die St. Wenzelsbasilika mit drei Schiffe liess über der altertümlichen Kirche St. Cosmas und Damian der Fürst Bøetislav konstruieren. Sie wurde im 1046 ausgeweiht und in ihrer Mauern war der Ort, wo eine Holzkirche von Boleslavsburg stand, der Ort des Märtyrtums und ersten Grab des Fürsten Wenzels. Die frühmittelalterliche Burgstätte des Pøemysl Familie entstand an diesem Ort gerade zum wechsel des 9. und 10. Jahrhundert und die ursprüngliche Kirche St. Cosmas und Damian, wo am 28. September 935 (in späterer Tradition 929) zu den Brudermord kam, kann man in die romanische Krypta in der St.-Wenzelskirche, nicht nur nach der Tradition, sondern auch nach den neuesten archäologischen Forschungen, situieren. Am Ort des Märtyrtums, in der sog. Vrabischen Kapelle, ist das Märtyrtum des Fürstes in einer Statuengruppe aus dem Sandstein aus dem Werkstatt von Matthias Bernard Braun dargestellt. Entwicklung der St. Wenzelstradition wurde im 1052 unter der Regierung von Fürst Bøetislav durch die Gründung einer Kollegiatkapitel St. Cosmas und Damian in Stará Boleslav gestärkt.

Nachbarkirche wurde auf der Akropole der Burgstätte auch in 11. Jahrhundert gebaut und die romanische Freskomalerei, älteste in Böhmen, ist aus der Mitte des 12. Jahrhunderts. Einweihung der Tribünenkirche einem von den ersten Päpste, Märtyrer hl. Klemens, entspricht der Tradition, die in den Böhmen die Apostel hl. Cyril und Methodius brachten. Zusammen mit den Wenzelskirche und Marienkirche ist die St.-Klemenskirche Nationalkutrudenkmal in Stará Boleslav.

Geschichte des böhmischen Palladiums

Stará Boleslav ist nicht nur der Wallfahrtsort der St. Wenzelstradition. An diesem ältesten Marienwallfahrtsort ist die Jungfrau Maria, Gottesgebärerin mit dem Jesuskind, dargestellt an einer altertümlichen Ikone, die auf dem vergoldeten Korintherkupfer gemacht ist, verehrt.

Die Legende sagt, dass die Ikone, Bildchen oder eher Metallrelief der hl. Jungfrau Hl. Methodius der Fürstin Ludmila zur Taufe schenkte und sie es ihrem liebsten Enkel hl. Wenzel zudachte. In den dramatischen Momenten nach seiner Ermorderung, entflog der treue WenzelsKnecht Podiven mit dem Bild aus der Burgstätte und begrabte es, damit es nicht profaniert ist, bis auch ihm die Mörderer aufhingen. Zwei Jahrhunderte lag das Bild in der Erde und in der Mitte des 12. Jahrhunderts wurde von einem Bauer ausgeackert, dort, wo heute die Marienkirche steht. Die Kanoniker aus der Kapitel in Stará Boleslav bauten an diesem Ort eine Kapelle und plazierten dort das Relief. Die Rede von den Wunder begann die Pilger aus der Umgebung und auch aus Prag ziehen und eine neue Marienpilgertradition, die aus der Tiefe der St.-Wenzelslegende wuchs, entstand. Brudermörderische Hussitenkriege haben zwar Stará Boleslav aufgebrannt, aber das Marienbild – obwohl sehr geschädigt – blieb erhalten und daraus man Anfangs 15. Jahrhundert ein neues Relief anfertigte, der bis heute verehrt ist und nach dem Still in den Kreis von St.-Veitsmadonna gehört.

Andere grosse Schaden verübte in Stará Boleslav der 30-jährige Krieg und in der zerstörten und aufgebrannten Stadt blieben nur die geplünderte Kirchen stehen. Auch das Marienbild wurde im 1632 von den Sachsen gestohlen, aber dank der Fürstin Benigna Katharina von Lobkowicz und Kaiser Ferdinand III. im Rahmen einer grossen Pilgerveranstaltung im 1638 zurückgegeben wurde. Noch zweimal im Laufe des 30-jährigen Krieges musste das Bild Stará Boleslav verlassen. Es wurde am Wiener Kaiserhof gepflegt und im 1640 wurde als Zeuge des Geburts von Kaiser Leopold I., den nächsten Verteidiger Europad vor dem Osmanischen Reich. In den letzten Tagen des Krieges fiel in die Hände der Schweden und erst im 1650 kam nach Hause zurück.

Im 1609 wurde für das Palladium erklärt, für ein Schutzbild des Böhmischen Landes und seine Tradition wuchs weiter mit dem Einkommen von Jesuiten, Redemptoristen und dank der Kapitel.


Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt

Die Verehrung des Bildes der hl. Jungfrau mit dem Jesuskind – Palladium des Böhmens – führte nach Stará Boleslav tausende Pilger. Darum begann im 1617 der italienische Architekt Jacoppo de Vaccani, unterstützt von Kaiserin Anna, die Ehegattin von Kaiser Matthias, die Kirche Mariä Himmelfahrt bauen. Diese Kirche, die im 1623 geöffnet wurde, ist eine von den ersten sakralen Barockgebäuden in Böhmen. Im 18. Jahrhundert wurde neben dem Presbyterium der Kirche das Ambit gebaut und der Hofsarchitekt Kilián Ignác Dientzenhofer baute den Südturm fertig und modifizierte die Fassade mit den Statuen von den Hauptpatronen Böhmens mit dem Palladium. Hauptaltar in der Kirche von Franz Maxmilian Kaòka, ist mit der Brauns Statuengruppe Mariä Himmelfahrt geschmückt. Im Presbyterium der Kirche wurde ein spezieller Kasten für das Palladium errichtet. Seine Gittertür ist mit dem Wappen der Spender geschmückt – acht silbernen Sterne der Sternberger. Auch die Altare und ganze Dekoration der Seitenkapellen wurde auf Kosten der prominenten Adelsgeschlechten errichtet und die Kapellen tragen ihre Namen: Tschernin, Berka von Dubá, Lažanský, Slavata, Waldstein und Morzin-Martinic.

Die Adelsgeschlechte und berühmte Personalitäten wurden die Spender der Kapellen an dem "Heiligen Weg", 44 Nischenkapellen, die den Pilgerweg aus Prag nach Stará Boleslav einsäumten. Die Kapellen, die mit ihrer Malereien die Verbundenheit der St.-Wenzels- und Marientradition manifestierten, bauten die Jesuiten in der Mitte des 18. Jahrhunderts – eine Hälfte blieb bis heute erhalten.




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