Besuch des Papstes Benedikt XVI. in der Tschechischen Republik - Praha - Brno - Stará BoleslavBesuch des Papstes Benedikt XVI. in der Tschechischen Republik - Praha - Brno - Stará Boleslav

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Erzbistum Praha

Erzbistum Praha

Am 30. April 1344 hat der Papst Klement VI. mit der Bulle Ex supernae providentia maiestatis das Bistum Praha (Prag), das im Jahre 973 gegründet wurde, zum Erzbistum erhöht.

Grundvereinbarung über die Errichtung des Bistums Prag wurde auf Ansuchen des tschechischen Fürstes Boleslav I. zwischen dem Papst Johannes XIII. und dem Kaiser Otto I. abgeschlossen. Auf ihrer Grund wurde im Jahre 972 die Erektionsbulle ausgegeben. Alle ihre Vereinbarungen bestätigte nach dem Tod vom Johannes XIII. im Jahre 972 sein Nachfolger Benedikt VI. An der Errichtung des Bistums hat auf dem diplomatischen Feld Anteil auch die Boleslavs I. Tochter, die ehrwürdige Mlada-Marie, die seine Delegation nach Rom führte und erste Äbtissin im Benediktinerinnenkloster St. Georg in der Pragerer Burg wurde. Zustimmung zur Errichtung gab der regensburgere Bischof hl. Wolfgang trotz dem Widerspruch vom regensburger Domkapitel am 23. März 973 aus. Er brachte damals ein Gedekspruch über Böhmen aus: "Wir sehen auf dem Boden dieses Landes eine verborgene kostbare Perle, die wir nicht gewinnen können, ob wir nicht unsere eigene Schätze opfern. Darum hört ihr: gerne opfere ich mich selbst und alles, was mir gehört, dass die Kirche dort verstärkt und das Haus des Herrn tief verwurzelt." Danach, noch im Jahre 973, im Beisein vom Boleslav II. und Bischof hl. Wolfgang, investierte Otto I., kurz vor seinem Tod, den ersten prageren Bischof Dietmar.

Spiritus agens der Erhöhung des prageren Bistums zum Erzbistum ist der Kronprinz, Markgraf von Mähren und der spätere römische Kaiser und böhmische König Karl IV., den die Tatsache, dass der böhmische Staat aus dem internationalen Sicht nicht als vollgültiger Königreich angesehen ist, weil kein Erzbistum hat, bedrückte. Er war Zeuge der Beleidigungen gerichteten an seinen Vater Johannes von Luxemburg, weil er kein Metropolit in seinem Land hatte. Anforderung des souveränen böhmischen Staates war, dass kein Ausländer den böhmischen König krönnt und die böhmischen Bischöfe keinem Ausländer unterliegen. Andere evidente Gründe waren in der administrativen Untragbarkeit – niemand erinnerte (vielleicht mit einer Ausnahme), dass die pragere und olmützere Diözesen vom mainzer Erzbischof visitiert wurden, und sicher auch die Spachgründen.

Diese berechtigten Ansprüche empfing der Papst Klement VI., der am 30. April 1344 in Avignon die Errichtungsbulle Ex supernae providentia maiestatis ausgab, mir deren die Bistümer Prag und Olmütz aus der bisherigen Metrpolitanabhängigkeit von Mainz ausschloss und Prag zur Kirchenmetropole und Bistum Prag zum Erzbistum erhöhte. Neuer Metropole unterstellte olmützer und neu gegründetes Bistum Litomyšl und errichtete so eine neue Kirchenprovinz. Als neue Erzbischof wurde dabei der 28. pragere Bischof Ernst von Pardubice nominiert. In der Bulle Romanus Pontifex vom 5. Mai 1344 übertragte der Papst das Recht Salbung und Krönung der böhmischen Könige und Königinen vom mainzer Erzbischof auf den prageren Erzbischof. So wurde das letzte Band mit Mainz zerrissen. Mit der nächsten Bulle vom 24. August 1344 wurde dem neuen Erzbischof Pallium erteilt, das bei seiner Intronisierung am 21. November 1344 im Beisein vom Könog Johannes und seinen Söhne Karl und Johannes Heinrich von dem Bischof aus Breslau bekam. Noch am gleichen Tag weihte Ernst von Pardubice den Bischof von Litomyšl Johannes aus und legte den Grundstein zur Aufbau einer neuen Metropolitankirche St. Vitus. Mit der Bau wurde der Französe Matthias von Arras und nach ihm der Schwaabe Peter Parler aus Gmünd beauftragt.

Ernst von Pardubice arbeitete sofort an die Organisation seiner Provinz und legte die Gründe ihrer Verwaltungssystem durch die Normen, die inspiriert von der päpstlichen Kuria wurden und in einigen Hinsichten die gleiche Struktur hatten. Während der ersten Provinzsynode vom 11. bis 12. November 1349, veröffentlichte er die Provinzstatuten, ein Kirchengesetzbuch, das die Hauptprinzipen von Kirchenrecht festlegte. Er definierte die Kompetenzen und Bischofsgerichtsverhandlungsweisen und liess die regelmässige Tätigkeit von den Generalvikaren entstehen. Alles führte vor allem zur gesicherung einer ordentlichen Seelsorge in den Pfarreien und zur entsprechenden Niveau vom Klerus als von der profanen Autorität unabhängiger Stand. Dass alle Normen und Pflichte gewährt wurden, wurden die Visitationen errichtet und die Normen für die Kirchenämter und für die Kirchenvermögenverwaltung. Als kontrole wurden die Visitaionen festgesetzt. Nach der Gründung der Universität am 7. April 1348, wovon er selbst als Diplomat von Karl IV. mit dem Papst handelte, wurde der erste Kanzler der Universität geworden. Diese funktion hat der pragere Erzbischof bis heute.

Kontakt:
Arcibiskupství pražské
Hradèanské nám. 16
CZ-11902 Praha 1 – Hradèany
Tel.: +420 220 392 111
E-mail: apha@apha.cz
www.apha.cz




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