Besuch des Papstes Benedikt XVI. in der Tschechischen Republik - Praha - Brno - Stará BoleslavBesuch des Papstes Benedikt XVI. in der Tschechischen Republik - Praha - Brno - Stará Boleslav

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Die Kathedrale St. Vitus, Wenzel und Adalbert

Die Kathedrale St. Vitus, Wenzel und Adalbert

Als Kunstwerk hat der St.Veits-Dom in Tschechien nicht viele Konkurenten. Seine Baugeschichte ist Abkürzung der Geschichte des bildenden Kunst in Tschechien von 10. bis 20. Jahrhundert, seine Baumasse und Raum mit ganzem Kunstgehalt ist ein vielfältiger Organismus, der schrittweise die Spuren einer reifen kulturellen Anstrengung einzelnen Epochen empfing und türmte sie im Laufe der Jahrtausende an einem Ort in den horizontalen und vertikalen Schichten. Die Domgebäude bildete von Anfang an bis heute eine Dominante der Pragerer Burg und der Stadt.

Älteste Baufragmente sind die Reste der St. Veits-Rotunde, die der Hl. Wezel gründete und die nach seinem Märtyrtum fertiggebaut wurde. Ihre Form beruht auf der reifen karolingischen Zentrale. Auch die von den tschechischen Fürsten Spytihnìv und Vratislav II. auf dem Grab des hl. Wenzel gebaute spätere Basilika findet sich in den Bauelementen in Untergeschoss der heutigen Kathedrale. Es ging um eine Kultkirche, die den Ortsheiligen, hl. Wenzel, Adalbert und Ludmila eingeweiht wurde; ihre architektonische Form war schon mehr verwickelt. Definitive Form erhaltete diese Basilika bei der Umbau im 12. Jahrhundert und beim Einwölben des Schiffs in der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts. Kapitelhaus an ihrer Seite, gegründet am Anfang des 14. Jahrhunderts schon in der gotischen Form, wurde nicht fertiggebaut. Obwohl die St. Veits-Basilika die Steingebäude des Burgpalastes, St. Georg-Kirche und gewaltige Befestigung umgeben, dominierte sie der Burgbebauung und zusammen mit den Türmen von St. Georg-Basilika bildete ein charakteristisches Panorama der Pragerer Burg.

Die Erhöhung des Bistums Prag zum Erzbistum, entschied über der Bau einer majestätischen Kathedrale. In dieser Zeit ausbreitete sich die königliche Residenz in einer grossen Gruppe der Gebäude und die enge Landzunge wurde darum erweitert und mit den Wällen erhöht. Auf dieser oberen Schichte wuchs auch eine neue Kirche des Kaisers Karl IV., ein Werk der grossen Künstler des Mittelalters. Die Bau gründete der französische Meister Matthias von Arras im Jahre 1344 und nach seinem Tod knüpfte an seine Arbeit in den Jahren 1353-1399 Peter Parler aus dem schwabischen Gmünd an. Seine Nachfolger, Parlers Sohn Jan und die Meister Wenzel und Peter, setzten in der Bau der Kathedrale bis 1420 fort, wenn die Hussitenkriege die Bauarbeiten gewaltig unterbrachen.

Ein vernichtender Brand, der am 2. Juni 1541 in Kleinseite entbrannte, zerstörte auch die königliche Burg und übersprang auch an den Turm und Dach der Kathedrale und durchdrang auch in die Mitte der Kathedrale und richtete dort die immensen Schäden an. Erneuerung, die mehr als 20 Jahre dauerte, leiteten die Hofarchitekten Bonifác Wohlmut und Hanuš Tirol. Sie bauten zu dem provisorischen Einschlusswand in den Jahren 1556-1561 einen Rennaisancechor (Wohlmutchor) an. Bei der Restaurierung wurde der Turm, desen rennaisancen Kuppel wurde und bis heute ist ein charakteristisches Symbol der Stadt Prag, neu gerichtet.

Es schien, dass der metropolitan Dom ein Bautorso blieb, aber am 1. Oktober 1873 (bei der Feier des 900 Jubiläums des Bistums) legte der Kardinal Schwarzenberg den Grundstein zur Ausbau der St. Veits-Dom. Der erste Baumeister wurde Josef Ondøej Kranner, der seine Erfahrungen aus Frankreich, Deutschland und Italien nicht nur zur Restaurierung der alten Teil, sondern auch bei der Aufstellung des eigenen Projektes der Ausbau im Geiste der romantischen Gotik ausnützte. Nach ihm nahm die Bau der Architekt Josef Mocker, Vertreter des strengen Purismus im Gebiet der Restaurierung (Erhaltung der Stilreinheit) und neugotischen Architektur über. Letzter, der na der Ausbau Anteil hatte, war Kamil Hilbert. Ihm wurde vergönnt der Dom an der Schwelle von hl. Wenzels Millenium zu Ende zu führen. Nun blieb es nur, die metropolitan Kirche in einem feierlichen Akt auszuweihen. Die von vielen Generationen sehnsüchtig erwartete Kirchweihe fand am Sonntag 12. Mai 1929 statt und der Dom wurde dann am 28. September 1929 feierlich und offiziell geöffnet. So wurde die Jahrhunderte dauernde Bemühung, die Bau der würdigen Kathedrale an der Pragerer Burg zu enden, gekrönnt. Dass der Dom noch viele anderen Peripetien überlebt, besonders in der Zeit der kommunistischen Regierung, sowie in der folgenden Periode, ahnte bei der Feier niemand.




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